GesundheitsprüfungWer beabsichtigt eine Sterbegeldversicherung abzuschließen, um den Hinterbliebenen nach dem Ableben die Organisation der Bestattung vor allem in finanzieller Hinsicht zu erleichtern, der muss vielfach mit Wartezeiten rechnen, bevor die Versicherungsgesellschaft zu leisten beginnt.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, auf die Wartezeit gänzlich zu verzichten. Allerdings entfällt hierbei dann ein entscheidender Vorteil, der die Police von anderen Absicherungsmaßnahmen im Todesfall unterscheidet – die Gesundheitsprüfung.

Wer die Wartezeit in Kauf nimmt, der wird von den Assekuranzen nicht nach dem derzeitigen persönlichen Gesundheitszustand befragt. Entsprechend müssen auch keine ärztlichen Atteste vorgelegt werden.

Soll es jedoch schneller zur Auszahlung der Versicherungssumme kommen, so muss sich der Versicherte in der Regel vorab einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Dieser Umstand könnte es für einige Versicherungsnehmer deutlich erschweren, in die gewünschte Versicherung aufgenommen zu werden. Dieser Passus ist somit also immer zu bedenken, wenn auf die Wartezeit bei der Sterbegeldversicherung verzichtet werden soll.

Vor- und Nachteile bei Sterbegeldversicherungen mit Gesundheitsprüfung

Bei den Tarifen einer Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit und mit vorheriger Gesundheitsprüfung erwarten den Versicherten sowohl Vor- als auch Nachteile. Ein wesentlicher Vorteil dieser Tarife ist, dass der Versicherungsschutz mit sofortiger Wirkung eintritt und auf die Versicherungssumme zugegriffen werden kann. Der volle Versicherungsschutz besteht mit dem Vertragsbeginn, auch wenn der Versicherungsfall, also der Tod des Versicherungsnehmers, bereits kurz nach Vertragsabschluss eintreten würde. Dieser Vorteil ist zwar nicht zu unterschätzen, der Nachteil der Gesundheitsprüfung ist jedoch ebenfalls nicht von der Hand zu weisen.

Sterbegeldversicherung- die Gesundheitsprüfung

Dem Versicherten werden im Zuge der Gesundheitsprüfung verschiedene Fragen bezüglich seiner gesundheitlichen Befindlichkeit gestellt. Diese sind natürlich wahrheitsgemäß zu beantworten und im Falle einer bestehenden Erkrankung mit entsprechenden Nachweisen zu belegen. Schätzt der Versicherer den Gesundheitszustand des Antragsstellers daraufhin als besonders kritisch ein, so kann es hier durchaus auch zu einer Ablehnung des Vertragsverhältnisses kommen.

Missverständnisse zur Gesundheitsprüfung aus dem Weg geräumt

Wer sich der Gesundheitsprüfung bei einer Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit nicht unterziehen möchte, der kann in einem Versicherungsvergleich nach Anbietern und Tarifen suchen, bei denen die Wartezeit kurz gehalten ist. Oftmals sind es zwischen 6 und 36 Monaten Überbrückungszeit, die abgewartet werden müssen, bevor der Versicherungsschutz vollumfänglich wirksam wird.

Die Gesundheitsprüfung sollte hier jedoch keineswegs in Angstzustände münden. Die Gesundheitsprüfung hat nicht zum Ziel, dass sich jeder Versicherungsnehmer einer umfassenden ärztlichen Untersuchung unterziehen muss. Vielmehr hat der Vertragsnehmer im Zuge der Antragstellung wenige Fragen zu beantworten, die eine zurückliegende oder aktuell festgestellte Erkrankung betreffen.

Wichtig: Angemerkt sei, dass die Fragen zum Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers beim Abschluss einer Risikolebensversicherung als Hinterbliebenenschutz deutlich umfangreicher sind als bei der Sterbegeldversicherung!

Erfahrungsgemäß gestaltet es sich nicht ganz einfach, eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit zu finden. Das Angebot an derartigen Tarifen fällt aktuell eher spärlich aus. Es gibt jedoch einige sehr gute Assekuranzen, bei welchen im Antrag lediglich eine einzige Frage zur Gesundheit beantwortet werden muss. Diesbezüglich sollte der Versicherungsnehmer allerdings ein Attest von einem Arzt vorlegen können, welches zweifelsfrei bestätigt, dass zum Zeitpunkt der Antragsstellung auf die Aufnahme in eine private Sterbegeldversicherung keine lebensbedrohlichen Erkrankungen vorliegen.

Bild: Pixabay

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